Transalp FAQ Upd 05.08.2001
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Wie anderswo schon oft geschrieben: Eine Tour in den Alpen - das ist schon etwas anderes, als kurze Wochenend- Spritztouren. Wobei Alpen- Überquerung nicht gleich Alpenüberquerung ist. Wer auf der Strasse die flachsten Stellen wählt, packt das leicht. Er hat aber nicht das Naturerlebnis in sich aufgenommen, das den Reiz an der ganzen Geschichte ausmacht. Alpenüberquerung bedeutet nach unserer Lesart, mit einem Minimum an Gepäck auf möglichst naturbelassenem Weg das Gebirge zu überqueren. Die dabei verwendeten Wege sollten dem Fahrzeug (Mountain- Bike) angepasst sein. Dies bedeutet: befahren werden autofreie Gebirgswege, Karrenwege, Militärwege und Wanderwege. Höhenmeter dürfen keine Rolle spielen, sind sogar erwünscht. Dabei ergeben sich zwangsläufig auch harte Schiebe- Passagen. Den Körper sozusagen auf den Spuren der Römer mit der eigenen Muskelkraft über die höchsten Höhen zu hieven und dabei die Natur aufzunehmen, das ist es was uns aus dem Alltag reisst. |
| Wo bekomme ich die detaillierte Route her? Die grobe
Route ist aus der Beschreibung bekannt. Ihre Wahl richtet sich nach den
persönlichen Landschafts- Vorlieben des Bikers. Die Feinausarbeitung muss
jeder selbst durchführen. Auf keinen Fall nach Listen fahren wie "drei
mal geradeaus, dann links, dann 2x rechts, nach 21,5 km rechts..." So funktioniert es richtig: |
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| Wo kriege ich die Karten her? Die Kompass- Karten sind in Deutschland, Österreich und Italien im Buchhandel erhältlich oder bestellbar. Sie erscheinen im Fleischmann- Verlag , 80335 München, Nymphenburger Str. 47. Im Prinzip geht auch jede andere topographische Karte Maßstab 1: 50 000. | |
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| Welche Kondition brauche ich? Eine Mindest- Kondition ist ein absolutes Muss. Leichtes Wintertraining ist ideal. 2-3 Monate vor der Tour sollte das Training intensiviert werden, damit "just in Time" die Topform da ist. Gefordert ist vor allem Kraft- Ausdauer. An Tragestrecken muss neben dem Gepäck das Rad getragen werden, was zusammen 20kg Zusatzlast über Hunderte von Höhenmetern bedeuten kann. Zu Hause Berg- Test mit Gepäck durchführen. Die letzten Trainingstage mit vollem Geroedel fahren. | |
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| Wie sollen die Bikes aussehen? |
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| Wie das Gepäck mitnehmen? Im Rucksack! Rucksackvolumen 30 bis 45 Liter (am Rad befestigte Gepäcktaschen mit Ausnahme des Sattelbeutels wegen Erschütterungen nicht empfehlenswert). Packliste Ein nicht zu schwer beladener Sattelbeutel (1 Liter) ist ideal für Karten, Werkzeug, Schloß und Kleingerödel. | |
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| Wie viele Personen? Im Prinzip ist alles möglich: von 1-10 Personen. Empfehlung: 2-4! Mehr sind schlecht wegen Spaltung in Gruppen sowie knappen Schlafplätzen. Allein ist es langweiliger und vor allem weniger sicher. | |
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| Klickpedale oder nicht? Das ist hier die Frage! Die Meinungen sind geteilt. Wir haben uns für Klicker entschieden. Andere dagegen. Auf jeden Fall knöchelhohe Schuhe mit festem Material irgendwelchen Rennschlappen vorziehen. Keine Racing- Sohlen, sondern Gummi- (ähnliche)Sohlen. An Tragestrecken denken! Die Schuhe müssen gute Geh- Eigenschaften besitzen. Denk daran: Du hast nur dieses eine Paar Schuhe ausser den Dusch-Schlappen dabei. Es gibt auch Pedale mit einer Seite zum Einklicken, die andere Seite Bärentatze. | |
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| Wie hoch sind die Kosten? Leider nicht gering. Pro Tag sollte man 30-60 EUR ansetzen: Hütten sind teuer! | |
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| Auf welche Weise kann ich Geld sparen? |
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| Wie komme ich hin und zurück? Beste Lösung: umweltgerecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln! Deutsche Bahn AG - Fahrplanauskunft Zurück gegebenenfalls mit Bike Shuttle (Busunternehmen Wöhr Tours, Weissach, Germany) oder ebenfalls Bahn. | |
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Hygieneprobleme? 1 Tube Füssig- Waschmittel löst die Kleidungsprobleme. Zum Trocknen Wäsche am Abend am Hüttenfenster oder im Trockenraum aufhängen. Wenn das Trikot am Morgen nicht trocken ist, mit einem Gummi am Rucksack während der Fahrt zum Trocknen aufhängen. |
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| Welche Gefahren treten auf? Risiko abschätzen lernen. Eine Mindest- Schwindelfreiheit ist nötig. An jedem einzelnen Tag neu überlegen, ob die Etappe bei den aktuellen Konditions- und Witterungsbedingungen so wie geplant machbar ist. Möglichst Einheimische fragen. Doch diese können Kondition und Fähigkeiten der Biker nicht beurteilen. Hat man Zweifel: besser, eine Tagesetappe verschieben, oder eine Alternativ- Strecke zu suchen. Notfalls auf der Strasse den Berg umfahren. Es ist nach unserer Erfahrung sehr schwer ,wenn nicht sogar unmöglich, eine aus den Bahnen gelaufene Tagesetappe problemlos abzubrechen. Hängt man mit einem Problem am Berg (z.B. Wettersturz, Unfall oder ausgepowert), muss man da durch, egal wie hart es wird. Das sollte man vor der Tagesetappe bedenken. |
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